Netzer Germany meets Netzer Odessa

Anreise Berlin & Flug nach Odessa

Am 28 April 2019 startete der Exkurs in der Ukraine. Das Projekt war in wesentlichen Teilen der Ausarbeitung von Yevgen Bruckmann, eines unserer neuesten Teilnehmer des internationalen Fellowship-Seminars Klal-Israel, zu verdanken. Teilgenommen hatten 10 ehrenamtliche Teamleiter*innen.
Die Fahrt begann mit einer privat organisierten Übernachtung in Berlin. Dort kamen die Madrchim*ot zusammen, um einen ersten gemeinsamen Workshop über die Geschichte der Ukraine zu absolvieren und um in den frühen Morgenstunden gemeinsam zum Flughafen Tegel zu fahren.

Exkursion in Odessa

In Odessa angekommen wurden wir von der jüdischen Gemeinde Odessa (Shirat Hayam) empfangen und zur dortigen liberalen jüdischen Gemeinde gebracht. Es folgten lehrreiche und spannende Tage in der Hafenstadt am Schwarzen Meer. Das Kennenlernen der jungen Erwachsenen und Jugendlichen von Netzer Odessa spielte dabei eine wesentliche Rolle. Gemeinsame Workshops, eine jüdische und eine kulturelle Stadtführung, sowie der Besuch der Oper und des jüdischen Museums ließen die Tage in Odessa sehr kurzweilig erscheinen.

 

Nachtzug Odessa-Kowel

Am Abend des 02.05 fuhren wir mit etwa 30 Personen von Netzer Odessa mit einem Nachtzug auf ein 17 stündigen Fahrt nach Kowel. Dabei passierten wir die Ukraine vom Schwarzen Meer bis in den tiefen Westen des Landes. Die gemeinsame Reise in dem Nachtzug, war ein besonderes Abenteuer für die jungen Menschen und konnte in dem gemeinsamen Sammelabteil sogar für einen Vortrag und ein zusammengewürfeltes Abendessen genutzt werden. 

Exkursion in Kowel/Lutzk & Shabbat in Lutzk

In Kowel ging es für uns direkt in einen Reisebus mit dem wir unsere Exkursion fortsetzten. Auf einer Gedenkstätte, abgelegen in einem Waldstück bei Kowel, sprachen wir das Kaddisch und gedachten so der 15.000 im von den Nationalsozialist*innen und ihren Helfer*innen erschossenen Juden und Jüd*innen. Eine Führung durch Kowel selbst führte uns in die ehemalige Synagoge (heute eine Textilfabrik) und durch die Gegenden des ehemaligen Ghettos. Sehr eindringlich war ein besuchter Sammelplatz jüdischer Grabsteine. Denn die jüdischen Friedhöfe in der Gegend wurden in der Vergangenheit vielfach entweiht und zerstört. Die Grabsteine wurden in der gesamten Region als Baumaterial verwendet. Die Gemeinde Kowel versucht diese für uns wichtigen Steine auf eigene Kosten und mit ehrenamtlicher Hilfe wieder einzusammeln. Den Shabbat feierten wir in der Lutzker Gemeinde. Ein unvergesslicher und versöhnlicher Ausklang, für die zuvor erfahrende Geschichte der ausgelöschten Gemeinde in Kowel.

Exkursion Lviv

Bevor es mit Bus von Lutzk nach Lviv weiterging, durften wir noch eine Führung durch das alte Lutzker Ghetto und und die dort weltberühmte ehemalige Synagoge erfahren. Die Synagoge war Bestandteil der städtischen Verteidigungsanlage und damit historisch eine letzten zwei Tage waren kulturell besonders Reizvoll, da Lviv sich als Stadt kulturell stark von Odessa und Lutzk unterscheidet. War Odessa noch größtenteils Russisch auf den Straßen zu hören, konnten wir in Lviv fast nur noch Ukrainisch vernehmen. 

Abflug nach Berlin

Das alte jüdische Leben in Lviv ist uns, während der Führungen durch die Stadt, nähergebracht worden. Museumsbesuche, die Architektur und der freie letzte Tag, den wir für einen gemeinsamen Stadtbummel und Freizeitaktivtäten nutzten rundeten die Ukrainefahrt wunderbar ab. Wir bedanken uns bei dem Auswärtigen Amt, dass es uns überhaupt erst ermöglicht hat diese Reise anzutreten. 

Wintermachane 5779 – Wir lieben es!

Wintermachane Chag 2018

Wieder einmal war Netzer Wintermachane angesagt! Mit zahlreichen Chanichim*ot, Madrichim*ot aus den vielen Ecken Deutschlands und unserem Motto der #WiMa18 Chagim ging es auf nach Windeck!

Mit vielen interessanten und spaßigen Peulot sowie Chugim gab es viele informative und kreative Angebote für die Chanichim, in denen sie Neues dazulernten. Dabei wurden viele schöne Momente wie die Songsession, den Shabbat und die Hawdallah zusammen geteilt, dennoch durfte es auch an den witzigen und oftmals spannenden Abendprogrammen als Mafiaspionen, Detektive oder Quizduellmeister uvm. für die Kinder nicht fehlen. Außerdem machten es sich die Netzernicks nicht nur in der Herberge bequem, sondern konnten auch sich mit dem Ausflug in das Jumphouse, sowie der kleinen Wanderung austoben und die Innenstadt Kölns erkunden. Auch die Kostümparty und die morgigen Tanzsession waren einziartige Highlights!

Jeder Tag der Machane repräsentierte einen Feiertag oder ein Fest – von Rosh Ha’Shanna bis zu Purim – wurde von dem jüdischen Kalender begleitet, den die Chanichim zusammen bis zum Ende der Machane durch intensive Suche zusammenbasteln konnten. Dank unseren Madrichim und der Rosha Machane Sima hatten alle super viel Spaß und die Netzernicks konnten untereinander Freundschaften schließen.

Bis zum nächsten Mal!